
Kuschelzeit: Decken von Richter Natur im GEA Gmunden
October 10, 2026
Wer näht unsere Mode? anukoo und Creative Handicrafts
October 10, 2026
Am 16. Oktober ist Welternährungstag. An diesem Tag wird viel über Hunger, Ernten und Lebensmittel gesprochen – und über Spenden. Wir schauen heute auf die Menschen, die unsere Lebensmittel anbauen. Und auf eine ganz einfache Frage: Können sie von ihrer Arbeit leben?
Spenden helfen in der Not
Gleich vorweg: Spenden sind gut und wichtig. Wenn eine Dürre die Ernte vernichtet oder ein Sturm ein Dorf zerstört, braucht es schnelle Hilfe. Wer spendet, hilft dort, wo es gerade am meisten fehlt. Daran ändert sich nichts.
Fairer Handel setzt woanders an. Er will, dass Bäuerinnen und Bauern, Handwerkerinnen und Handwerker dauerhaft einen fairen Preis für ihre Arbeit bekommen. Die Spende hilft im Ernstfall, der faire Einkauf hilft im Alltag. Beides gehört zusammen.

Was „fair“ konkret heißt
„Fair“ ist kein Bauchgefühl, sondern hat Regeln. Die World Fair Trade Organization (WFTO) hat zehn Grundsätze des Fairen Handels beschrieben, und das Fairtrade-System hat eigene Standards. Vier davon bedeuten für die Menschen am Anfang der Kette besonders viel:
- Ein fairer Preis. Nach den WFTO-Grundsätzen wird der Preis im Gespräch vereinbart. Er soll eine faire Bezahlung ermöglichen und trotzdem am Markt bestehen können.
- Mindestpreise und Prämien. In den Fairtrade-Standards gibt es für viele Produkte einen Mindestpreis, der auch dann gilt, wenn der Weltmarktpreis fällt. Dazu kommt eine Prämie, über deren Verwendung die Gemeinschaften gemeinsam entscheiden.
- Langfristige Partnerschaft. Statt jedes Jahr zum billigsten Anbieter zu wechseln, setzt Fairer Handel auf Vertrauen und gegenseitigen Respekt. Wer weiß, dass auch nächstes Jahr gekauft wird, kann planen.
- Vorfinanzierung. Nach den WFTO-Grundsätzen kann auf Anfrage ein Teil des Preises im Voraus bezahlt werden. So müssen Kooperativen Saatgut oder Material nicht auf teuren Kredit kaufen. Das Geld soll bei den Menschen ankommen, die die Produkte anbauen oder herstellen.

Warum das am Welternährungstag zählt
Viele Lebensmittel, die wir jeden Tag verwenden, wachsen weit weg: Kaffee, Kakao, Tee, Gewürze, Zucker. Wer sie anbaut, hängt oft an schwankenden Preisen. Ein stabiler Preis und ein verlässlicher Partner bedeuten Planbarkeit – für die Familie, für die Ausbildung der Kinder und für die nächste Ernte. Keine schnelle Lösung. Aber eine, die trägt.
Jeder Einkauf zählt
Im Weltladen findest du fair gehandelten Kaffee, Schokolade und Gewürze, dazu Keramik, Geschenke und Mode. Hinter jedem Produkt steht eine Organisation mit ihrer eigenen Geschichte, und die erzählen wir dir gern. Eine davon gleich hier: Wer näht unsere Mode? anukoo und Creative Handicrafts.
Fair gehandelte Produkte kosten manchmal etwas mehr. Das ist kein Zufall, sondern genau der Punkt: Im Preis steckt eine faire Bezahlung für die Arbeit. Du musst nicht gleich alles umstellen. Jede Tafel Schokolade zählt – und sie schmeckt gleich doppelt gut.

Komm vorbei
Den Weltladen findest du bei uns in Gmunden und in Kirchdorf. Wir erzählen dir gern, woher die Produkte kommen und wer sie gemacht hat.
- Sunnseit Gmunden mit Weltladen, Druckereistraße 3-30
- Weltladen Kirchdorf, Hauptplatz 4, 4560 Kirchdorf an der Krems
Unsere Öffnungszeiten findest du unter sunnseit.shop/sunnseit-standorte.







