EZA-Woche: MASCAO-Schokolade −5 % und zum Probieren
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Vom 9. bis 15. November ist in Oberösterreich EZA-Woche. Wir nehmen das zum Anlass, dir die Schokolade vorzustellen, mit der der Faire Handel bei Schokolade überhaupt angefangen hat: MASCAO. Die ganze Woche gibt es alle Sorten um 5 % günstiger – und eine Schokolade-Verkostung in Gmunden und Kirchdorf.

Logo EZA Fairer Handel

Wer ist die EZA?

Die EZA Fairer Handel wurde 1975 in Salzburg gegründet und hat damit den Fairen Handel nach Österreich gebracht. Heute ist sie Österreichs größte Importorganisation für fair gehandelte Produkte, mit Sitz in Köstendorf bei Salzburg. Hinter dem Sortiment stehen rund 140 Partnerorganisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten – meist Zusammenschlüsse von Kleinbäuerinnen und -bauern oder Handwerkerinnen und Handwerkern.

Die EZA richtet sich als ganzes Unternehmen nach den 10 Prinzipien der World Fair Trade Organization (WFTO), deren Einhaltung extern überprüft wird. Bei Produkten mit FAIRTRADE-Siegel gelten zusätzlich die FAIRTRADE-Standards, kontrolliert von FLOCERT. 90 % ihres Lebensmittelumsatzes macht die EZA mit Produkten, die fair gehandelt und biologisch angebaut sind. Die größte Auswahl gibt es in den Weltläden – so wie bei uns in Gmunden und Kirchdorf.

Firmensitz der EZA Fairer Handel in Weng bei Köstendorf, Holzgebäude auf einer grünen Wiese
Die EZA in Weng/Köstendorf (Salzburg). Bildquelle: EZA Fairer Handel

MASCAO: die erste faire Schokolade der Welt

MASCAO kam Anfang der 1990er-Jahre auf den Markt und war nicht nur die erste fair gehandelte Schokolade Österreichs, sondern die erste der Welt. Entstanden ist sie gemeinsam mit Genossenschaften in Bolivien und auf den Philippinen, mit Pionieren des Fairen Handels in Europa – darunter die EZA – und einem Schokoladenhersteller in der Schweiz. 1996 wurden die EZA-Schokoladen als erste in Österreich mit dem FAIRTRADE-Siegel ausgezeichnet.

Gemacht wird MASCAO heute beim Schweizer Chocolatier Bernrain: Dort werden Kakao, Kakaobutter und Zucker nach eigener Rezeptur extra lang conchiert – also gerührt und geknetet. Das macht den feinen Schmelz und Emulgatoren wie Sojalezithin überflüssig. Künstliche Aromen gibt es keine, die Verpackung ist aluminiumfrei. Und: Fair gehandelter Kakao und Zucker werden strikt getrennt verarbeitet. Die EZA kann die Rohstoffe bis zu den Genossenschaften zurückverfolgen.

Acht Sorten MASCAO-Schokolade in der neuen bunten Verpackung
Fotos: EZA Fairer Handel

Die Menschen hinter dem Kakao

El Ceibo, Bolivien – der Baum, der niemals stirbt

Kakaobauer von El Ceibo erntet eine Kakaofrucht im Kakaogarten in Bolivien
Foto: EZA Fairer Handel / mawi

El Ceibo entstand 1977 im tropischen Tiefland des Alto Beni als Zusammenschluss von 12 Dorfgenossenschaften. Der Name ist Programm: Der Ceibo ist ein Urwaldbaum, der – so erzählen es die Leute – niemals stirbt. Steckt man seine Latten in die Erde, wächst ein neuer Baum.

Heute gehören 47 Basiskooperativen mit rund 1.300 Mitgliedern dazu. Seit 1987 ist El Ceibo Partner der EZA und hat im selben Jahr mit der Umstellung auf Bio begonnen; heute arbeiten alle Mitglieder biologisch und in Agroforstwirtschaft, mit Kakao zwischen Yuca, Mais, Zitrusfrüchten und Bananen. El Ceibo hat eine eigene Trocknungsanlage, ein eigenes Lager und eine eigene Schokoladenfabrik aufgebaut – und wurde damit das erste Schokoladeunternehmen der Welt im Besitz von Kleinproduzentinnen und -produzenten.

„Mein Vater hatte insgesamt drei Hektar mit Kakaobäumchen bepflanzt. Wir öffneten die Früchte und aßen das weiße Fruchtfleisch. Die Kerne warfen wir weg. Wir kannten den Wert der Bohnen noch nicht.“

– Ana Maria Condori, El Ceibo

COOPROAGRO, Dominikanische Republik

Lachende Kakaobäuerin von COOPROAGRO mit einer aufgeschnittenen Kakaofrucht
Bildquelle: COOPROAGRO, via EZA Fairer Handel

COOPROAGRO wurde 2005 gegründet und liefert der EZA seit 2008 Bio- und Fairtrade-Kakao. Die Genossenschaft hat rund 3.390 Mitglieder, darunter über 500 Frauen. Der Kakao wächst in Agroforstsystemen zwischen anderen Bäumen, Zitrusbäumen und Bananenstauden – sie spenden Schatten, schützen den Boden und liefern Früchte für die eigene Familie.

Joan Manuel Heredia Gonzales berät die Bauernfamilien jeden Tag dabei, die Regeln des Bio-Landbaus und des Fairen Handels umzusetzen. Ein Teil der Prämiengelder fließt in Wege, Brücken, Schulen und eine Krankenstation – davon haben ganze Dorfgemeinschaften etwas.

„Der Faire Handel gibt uns Hoffnung. Er steht für einen positiven Wandel.“

– Joan Manuel Heredia Gonzales, COOPROAGRO

Zwei lachende Kakaobauern von COOPROAGRO mit einer Kakaofrucht am Baum
Foto: EZA/GEPA S. Kurte

Und der Zucker? Eine „süße Revolution“

Ada Zárate von der Zuckerrohrgenossenschaft Manduvirá mit Partnern der EZA vor einem Bild von Zuckerrohr
Ada Zárate (Mitte) bei der EZA. Foto: Manfred Wimmer

Der Bio-Rohrzucker kommt unter anderem von der Genossenschaft Manduvirá in Paraguay. Gegründet vor über 40 Jahren von einer Gruppe engagierter Lehrerinnen und Lehrer als Kleinkreditgenossenschaft, hat sie sich gegen einen übermächtigen Zuckermühlen-Betreiber gewehrt. 2014 eröffneten die Mitglieder ihre eigene Zuckerfabrik. Die Diplomlandwirtin Ada Zárate leitet seit 2008 die Landwirtschaftsabteilung und unterstützt rund 1.000 Mitglieder beim Bio-Anbau.

„Das ist eine süße Revolution. Viele haben uns prophezeit, dass wir scheitern werden. Doch unser Traum ist Wirklichkeit geworden.“

– Ada Zárate, Manduvirá

Von der Alter Trade Corporation (ATC) auf der philippinischen Insel Negros kommt Mascobado-Vollrohrzucker. Er war der erste Zucker in der MASCAO-Schokolade und gibt einigen Sorten bis heute eine leicht karamellige Note.

Was „fair“ beim Kakao konkret heißt

  • ein garantierter Mindestpreis, eine Fairtrade-Prämie und eine Bio-Prämie – zusammen 2.940 US-Dollar je Tonne Kakaobohnen nach dem Fairtrade-System
  • die EZA zahlt derzeit mehrheitlich zwischen 3.500 und 4.000 US-Dollar je Tonne
  • Vorauszahlungen auf die Ernte und langfristige Handelsbeziehungen
  • keine ausbeuterische Kinderarbeit
  • über die Prämie entscheiden die Mitglieder der Genossenschaften gemeinsam

Wie es im „normalen“ Kakaoanbau aussieht – mit Kinderhandel, Kinderarbeit, Gift auf den Feldern und Abholzung –, haben wir in einer eigenen Reportage zusammengetragen: Kakao: die bittere Seite.

MASCAO −5 %, 9. bis 14. November

  • Vollmilch, 100 g – 3,98 € statt 4,19 €*
  • Nuss, 100 g – 4,26 € statt 4,49 €*
  • Granatapfel, 100 g – 4,26 € statt 4,49 €*
  • Salted Caramel, Organico Kaffee, Brezel, je 100 g – 4,07 € statt 4,29 €*
  • Praline, Cappuccino, je 85 g – 3,79 € statt 3,99 €*
  • Special Edition Organico Kaffee, 100 g – 2,84 € statt 2,99 €*

Alle MASCAO-Schokoladen sind bio und tragen das FAIRTRADE-Siegel.

Schokolade-Verkostung

Die ganze Woche, 9. bis 14. November, zu unseren Öffnungszeiten – im Sunnseit Biomarkt Gmunden und im Weltladen Kirchdorf.

Auch in der Biomarktwoche

* Statt-Preis = unser niedrigster Preis der letzten 30 Tage vor dem Angebot. Solange der Vorrat reicht. Preise in € inkl. USt.

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