MELA: faire Pullover aus Bio-Baumwolle – eine Reportage
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Wer bei uns im Weltladen einen Pullover von MELA in die Hand nimmt, hält mehr als ein Stück Strick. Hinter jedem Teil stehen Menschen: auf dem Baumwollfeld in Indien, in der Spinnerei, am Zuschnitt und an der Nähmaschine. Wir haben uns angeschaut, wer sie sind.

Gemeinsam handeln

MELA kommt vom Sanskrit-Wort für „Versammlung“ oder „Treffen“ – ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Gegründet hat Henning MELA 2014 in Lüneburg, heute sitzt das Team in Kassel. Angefangen hat alles mit einem einzigen Basic-T-Shirt aus fair produzierter Bio-Baumwolle und einer Frage: Warum sollte ein T-Shirt den Menschen schaden, die es nähen, und dem Boden, auf dem seine Baumwolle wächst?

Auf dem Baumwollfeld

Baumwollbauern und MELA-Team stehen gemeinsam in einem blühenden Baumwollfeld in Indien
Auf dem Baumwollfeld in Indien. Foto: MELAWEAR

Die Baumwolle für MELA wächst in Indien und kommt aus Fairtrade-Kooperativen. Dort wird sie auch weiterverarbeitet: gesponnen, gefärbt, gestrickt oder gewebt und schließlich genäht – in Fairtrade-zertifizierten Betrieben in Gujarat, Uttar Pradesh und Tamil Nadu. Weil Anbau und Verarbeitung in denselben Regionen stattfinden, sind die Wege kurz und MELA kann nachvollziehen, unter welchen Bedingungen gearbeitet wird.

Weltweit stammten 2023/24 nur rund 2,9 % der Baumwolle aus zertifiziert biologischem Anbau. MELA setzt seit der Gründung ausschließlich darauf – und verwendet Baumwolle nicht nur für den Stoff, sondern auch für Nähgarne und Etiketten.

Wohin die Prämie geht

Ein Fairtrade-Mindestpreis gibt den Baumwollbäuerinnen und -bauern mehr Sicherheit, wenn die Weltmarktpreise schwanken. Dazu bekommen die Kooperativen eine Prämie, über die sie selbst entscheiden. Bei der Kooperative RDFC in Gujarat floss sie 2025 unter anderem in Trinkwasserkanister, in Ladebatterien für die nächtliche Bewässerung, in Boden- und Saatguttests – und in die Bezahlung einer Vorschullehrkraft für 42 Kinder.

An der Nähmaschine

Näherin an der Nähmaschine in einem MELA-Partnerbetrieb in Indien
In einer der Nähereien in Indien. Foto: MELAWEAR

Zu allen Partnerbetrieben pflegt MELA ein persönliches Verhältnis. Die Menschen, die die Kleidung nähen, sind für MELA keine Nummer in einer Lieferkette – deshalb halten viele von ihnen auf den Fotos ein Schild mit „I made your clothes“. Dazu kommen regelmäßige, unabhängige Prüfungen der Produktionsstätten.

Helle Produktionshalle mit gefalteten Stoffbahnen und Mitarbeitern
Foto: MELAWEAR
MELA-Mitarbeiterin und Produktionsleiter prüfen gemeinsam ein Kleidungsstück
Gemeinsam an einem neuen Teil. Foto: MELAWEAR

Drei Siegel auf jedem Teil

Jedes MELA-Teil ist dreifach zertifiziert:

  • Fairtrade Cotton: Mindestpreis und Prämie für die Baumwollbäuerinnen und -bauern; Kinder- und Zwangsarbeit sind verboten. Das überprüft jedes Jahr die unabhängige Zertifizierungsgesellschaft FLOCERT.
  • GOTS (Global Organic Textile Standard): Er gilt für alle Verarbeitungsschritte vom Spinnen bis zur Näherei und verbietet unter anderem bestimmte Azofarbstoffe, Formaldehyd und PFAS – auch in Drucken, Nähgarnen, Knöpfen und Reißverschlüssen.
  • Grüner Knopf: das staatliche deutsche Textilsiegel. Es prüft auch, ob das Unternehmen in seiner Lieferkette Risiken für Menschen und Umwelt erkennt und verringert, zum Beispiel durch die Förderung existenzsichernder Löhne.
Zwei lachende Schnittmacher halten Schilder mit der Aufschrift I made your clothes
„I made your clothes“. Foto: MELAWEAR

Warum wir MELA führen

Bei Kleidung wollen wir genauso wissen, woher sie kommt, wie bei unserem Gemüse. MELA legt diesen Weg offen – vom Feld bis zur Näherei – und lässt ihn von drei unabhängigen Stellen prüfen. Dazu kommen Schnitte, die nicht nach einer Saison aus der Mode sind: MELA konzentriert sich auf zwei Kollektionen im Jahr und setzt auf zeitlose Designs.

Jetzt im Weltladen: Mela-Pullover −10 %

Vier Strickpullover von MELA: DHANA, KANJA, UDAI und NAMEEN
Foto: MELAWEAR

Noch bis Samstag, 14. November, sind unsere Strickpullover und Cardigans von MELA um 10 % günstiger – im Weltladen im Sunnseit Biomarkt Gmunden und im Weltladen Kirchdorf:

  • Feinstrick Pullover DHANA und Rollkragenpullover KANJA – 71,90 € statt 79,90 €*
  • Rippstrick Troyer UDAI – 89,90 € statt 99,90 €*
  • Feinstrick Cardigan NAMEEN – 80,90 € statt 89,90 €*

Einzelstücke – solange deine Größe da ist. Alle Angebote der Woche findest du auf der Seite Günstige Biomarktwoche.

* Statt-Preis = unser niedrigster Preis der letzten 30 Tage vor dem Angebot. Solange der Vorrat reicht. Preise in € inkl. USt.

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Hier findest du uns

Weltladen im Sunnseit Biomarkt Gmunden, Druckereistraße 3-30, beim Kreisverkehr B145 · Weltladen Kirchdorf, Hauptplatz 4, 4560 Kirchdorf an der Krems. Öffnungszeiten: sunnseit.shop/sunnseit-standorte.

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